Industrie-Kontenrahmen (IKR)


Industrie-Kontenrahmen (IKR)
1971 vom Betriebswirtschaftlichen Ausschuss des Bundesverband der Deutschen Industrie veröffentlichter  Kontenrahmen, der den seit 1950 geltenden  Gemeinschafts-Kontenrahmen industrieller Verbände (GKR) der Industrie ablösen soll. Änderungen vom ursprünglichen Kontenrahmen ergaben sich v.a. durch das am 1.1.86 in Kraft getretene HGB 1985.
- 1. Ziele: a) Der IKR soll allen Industrieunternehmungen – gleich welcher Branche, Größe und Rechtsform – Anregungen zur Aufstellung unternehmensindividueller  Kontenpläne bieten; branchenbezogene Kontenrahmen können abgeleitet werden.
- b) Weitere Präzisierung bei gleichzeitiger Vereinfachung des Rechnungswesens; Anpassung an die Erfordernisse der EDV.
- c) Harmonisierung des Rechnungswesens auf internationaler Ebene (v.a. im EU-Bereich).
- 2. Gestaltungsprinzipien: Anwendung des  Abschlussgliederungsprinzips, konsequente Trennung zwischen Geschäftsbuchführung (Rechnungskreis I) und Kosten- und Leistungsrechnung (Rechnungskreis II); vgl.  Zweisystem. Gliederung des Rechnungskreises I nach dem Abschlussprinzip, Berücksichtigung der handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 266, 275 HGB). Gliederung des Rechnungskreises II nach dem Prozessprinzip.
- 3. Gliederung (Grundstruktur): Vgl. Abbildung „Gliederung Industrie – Kontenrahmen“ sowie die Abbildung „Industrie – Kontenrahmen (IKR)“.

Lexikon der Economics. 2013.

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